Aktivitäten des Hauses

eshg_haus

Selbstverständnis des Studienhauses und Aktivitäten

Das Evangelische Studienhaus in Göttingen (eshg)

 
Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ist in vielfältiger Weise an der Hochschule Göttingen präsent. Sie nimmt diese Aufgabe zusammen mit dem zuständigen Kirchenkreis wahr. Die evangelisch-lutherische Kirche stellt sich im Kirchlichen Dienst an der Hochschule als zielgruppenorientierte Wesensäußerung, die die parochialen Strukturen ergänzt, den spezifischen Herausforderungen des Hochschulkontextes. Dies geschieht durch die Angebote im Evangelischen Studienhaus Göttingen /eshg und durch die Angebote der Evangelischen Hochschulgemeinde / esg.
 
Das ESHG ist eine Studien- und Bildungseinrichtung der Ev.- luth. Landeskirche Hannovers in der Universitätsstadt Göttingen. Mit dem ESHG unterhält die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ihr einziges Studienhaus.
Angesiedelt im Umfeld der Hochschule, arbeitet das ESHG an einer besonderen Schnittstelle: Die Angebote des ESHG greifen Fragestellungen auf, die diesem Schnittfeld entspringen und zielen in Aufnahme eines protestantisch ausgerichteten Bildungsauftrags auf eine persönlichkeitsprägende Auseinandersetzung mit verschiedenen Glaubenswelten und Praxisfeldern. Mit dem ESHG zeigt sich die Kirche im universitären Umfeld präsent. Diese Präsenz wird in folgender Weise umgesetzt:
 
  1. das Studiensemester für Kontaktpastorinnen und-pastoren
2.   die Bereitstellung von Wohnraum für Studierende der Theologie
3.   Lehrangebote in Form von Sprachkursen und Bibelkundeübungen sowie wissenschaftliche Übungen im Rahmen des theologischen Fächerkanons
4.   Gastvorträge für eine breite universitäre und kirchliche Öffentlichkeit (in Frage gestellt)
5.   Angebotezur seelsorgerlichen     Begleitung    und Studienberatung
 
Verstärkend und Synergien unterstreichend ist auch die esg in demselben Haus präsent.
Ihrem Leitbild verpflichtet bezeugt die Evangelische Hochschulgemeinde das Evangelium von der Liebe Gottes in Christus (1), begleitet Menschen in ihrer besonderen Lebenssituation an der Hochschule in Seelsorge und Diakonischem Handeln (2), pflegt Weggemeinschaft im Glauben (3), führt den Dialog mit den Wissenschaften in weltanschaulichen und ethischen Fragen (4) und fördert ökumenische wie interkulturelle Begegnung und Zusammenarbeit (5). Sie wendet sich an Studierende, Lehrende sowie insgesamt an die Beschäftigten der Hochschule. So entstehen Anknüpfungspunkte für missionarisches Wirken und es bieten sich Chancen, eine nachhaltige kirchliche Verbundenheit zu fördern und zu stärken.
 
Seit dem Umzug im Jahr 2007 ist das  Studienhaus (eshg) campusnah und zentral am Wall gelegen. Unter der Leitung des Geschäftsführers und Studienleiters PD Dr. Michael Emmendörffer mit Ephorus Prof.Dr. Wilk und Kuratorium  versteht sich dieses Haus als Ort des Lernens und der Spiritualität. Andachtsraum und Seminarräume mit jeweiligen Angeboten unterstreichen diesen Charakter. Daneben ist ein Ort des Wohnens und Lebens, fast möchte man sagen des generationsübergreifenden Arbeitens, da sowohl die Studierenden auf der ersten Etage und die Kontaktpastorinnen und -pastoren engstens zusammenleben und bei Vorlesungen, Veranstaltungen, Feiern und dem alltäglichen Leben zusammentreffen und voneinander lernen.
 
An der Schnittstelle von Kirche und Universität positioniert sich das Evangelische Studienhaus mit einem ausgeprägt eigenen Profil; es ergänzt das universitäre Angebot, sieht seinen Schwerpunkt aber nicht in der wissenschaftlichen Ausbildung, sondern in der propädeutischen Vorbereitung auf das Theologiestudium sowie in der Verschränkung von wissenschaftlichem Fachwissen mit existentiellen Fragen im Horizont des gesellschaftlichen Diskurses und in der Perspektive kirchlicher Handlungsfelder.
Ziel ist in diesem Sinne auch, die Studierenden auf einem qualifizierten Niveau zu einem angewandten, selbstgestalteten und experimentellen Lernen zu befähigen, das sie an die Praxiswelt des Glaubens heranführt.
 
In diesem Sinne sind auch die hier präsentierte best-practise- Beispiele aus dem eshg zu verstehen:
 
 
in Frage gestellt
Einmal im Semester lädt das Studienhaus zu der in Göttingen und Umfeld bekannten lecture, heute: "in Frage gestellt", einem Festvortrag mit anschließendem Empfang in der Universitätskirche ein. Ein kurzer Blick auf die Liste der vergangenen Veranstaltungen zeigt, dass hier Referenten aus Kirche, Politik und Wirtschaft zu Worte kommen und jeweils im Unialltag Impulse setzen.
 
 
2.   Der Campustag
 
  • In enger Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsdezernat lädt das Studienhaus in jedem Semester zu einem sogenannten Campustag nach Göttingen ein. Schülerinnen und Schüler aus ganz Niedersachsens und der gesamten Landeskirche sind dazu über Presse, Mailkontakte und andere Verteiler herzlich eingeladen.
  • „Die Theologische Fakultät, den Campus und das Studienhaus kennenlernen.
  • In der Mensa Mittagessen
  • Studierende kennen lernen und Fragen stellen
  • Hörsaal-Luft schnuppern
  • Einen Professoren alles fragen, was man zum Studium wissen will oder muss.“
 
 
3.   Der 1. Interkulturelle Begegnungstag
 
Zusammen mit anderen Partnern aus Landeskirche und Universität arbeitet das Studienhaus in Göttingen zusammen, um gemeinsam besondere Projekte zu planen und umzusetzen.
 
4.   Vortragsreihen: z.B. Der Protestantismus auf dem Weg ins Lutherjahr 2017
 
In enger Zusammenarbeit mit der esg oder dem Kirchenkreis und der Ev. Erwachsenenbildung werden desöfteren Vortragsreiehn konzipiert und durchgeführt. So jüngst die Reihe zum Protestantismus mit einschlägigen Themen und Referenten.
 
5.   Die Ausstellungs- und Projektarbeit des eshg.
Besonderes Anliegen des Studienhauses ist es darüber hinaus, mit Projekten oder Ausstellungen ein Netzwerk innerhalb der Hochschullandschaft und der Stadt sprich Kommune zu schaffen. Mit der Barlach-Kollwitz-Ausstellung 2010 waren Stadt, Bibliotheken, Theater, Schulen, Sprengel, Kirchenkreis, Erwachsenenbildung, Studienhaus und Universität Veranstalter einer einmaligen Kunstausstellung.